The Athens of America

Soo, wir sind zurück aus Boston ! Es war echt super, auch wenn es ein paar Schwierigkeiten gab. Samstag früh um sieben klingelt der Wecker, um halb acht hatten wir uns auf dem Siemens Parkplatz verabredet. Ein Blick durch das Fenster verrät, dass es draußen wie sau Schüttet. Na super, das ist ja mal ein Traumwetter, um die 266 Meilen (=425 Km) nach Boston zu fahren.

Den Abend zuvor hatte ich noch drei Musik CDs für die Fahrt gebrannt, und die Adressen in mein neues GPS-Gerät gespeichert. Alle waren pünktlich da, und es konnte losgehen. Florentin, Adrien, Mickael, Morgane, Marian und meine Wenigkeit haben uns also in zwei Autos aufgeteilt (meins (das schönste :D ) und das von Mickael). Geplant war, dass wir gegem 8h30 die zwei restlichen Franzosen aus New York am Bahnhof in Newark abholen sollten. Dank GPS haben wir sie relativ zügig gefunden, und dann ging es auf die Highway. Tempolimit: 65 mph, also ungefähr 104 km/h, und das auf einer drei bis vierspurigen Autobahn (dessen Zustand übringens genauso schlimm ist, wie der der deutschen Autobahnen - relativ beschissen :D )

Nach einer halben Stunde Fahrt stehen wir im Stau, die Autobahn ist bisschen weiter geschlossen. Es regnet immer mehr und wir fahren im Schritttempo bis zur nächsten Ausfahrt. Dank GPS haben wir eine Parallelstraße verfolgt, die allerdings sehr voll war. Nach einer unendlichen Fahrt durch die Pampa sind wir schließlich zurück auf die Autobahn gefahren, auf der es später wieder einen riesen Stau gab. Es wird immer später, und das Wetter wird nicht besser, und wir haben Hunger. Man beschäftigt sich wie man kann, handyspielen, schlafen oder plaudern und wir halten natürlich an einem der zahlreichen Fastfoods entlang der Autobahn an. Das durstige Auto braucht auch nochmal Sprit, und wie fahren weiter. Der Stau geht auch weiter, und dauert und dauert.

Ursprünglich sollte die Reise nur vier Stunden dauern, aber wir kamen nach zehn (!) Stunden Fahrt Abends in Boston an. Es regnet immernoch und wir sind müde. Ich weiß gar nicht, wie wir das alles ohne GPS gefunden hätten - wahrscheinlich gar nicht. Der kauf hat sich schon drei Mal gelohnt. Drei mussten nun zur Jugendherberge, zwei Andere mussten nach Somerville zu einer Bekannten und Flo und ich mussten nach Cambridge, um zu übernachten. Großartig viel konnten wir deswegen Abends nicht mehr unternehmen. Wir sind dennoch Abends in die Stadt gelaufen, die “Red Socks” aus Boston hatten ein sehr wichtiges Base-Ball Spiel, das wir uns teilweise in einem Pub angeschaut haben. Gleichzeitig waren überall Halloween-partys organisiert, und deswegen liefen ganz viele verkleidete Studenten durch die Stadt.

Wir sind dann nicht allzu spät zurück zur Wohnung gegangen, wir waren erschöpft und hatten und für den nächsten Morgen schon um neun Uhr verabredet, um die Stadt zu besichtigen, und die verlorene Zeit aufzuholen. Geschlafen haben Flo und ich in Cambrigde, in der Wohnung eines Kumpels, der im MIT sein Studium vollendet. Er war selber nicht da, genau diese Woche ist er zurück nach Frankreich geflogen. Sein Bruder und seine Freundin waren da, und einer der Mitbewohner. Die Wohnung ist sehr studentisch (man lese: unordentlich :D ), aber der Mitbewohner war sehr nett, er hat uns ein Bier angeboten und wir haben uns mindestens noch eine Stunde lang mit ihm unterhalten. Er ist übringens auch beim MIT, da könnte man glatt neidisch werden.

Boston. 9 Uhr Morgens, die Sonne brennt. Die Frisur hält. Es ging dann nach einem Frühstück bei Dunkin Donuts in die Stadt. Das Wetter ist fabelhalft, auch wenn es schon recht kühl ist. Sonntags sind die meisten Parkplätze kostenlos, und man findet auch relativ leicht einen Platz. Wir beginnnen unsere Tour in einem netten Park, der dann in die Innenstadt führte.

Der “Freedom Trail” ist eine rote Linie, die Touristen durch die ganze Stadt führt. Die Idee ist super, man braucht keinen Führer und man kann sich im eigenen Tempo die Stadt anschauen. Der erste Eindruck ist auf jeden Fall sehr gut, es gefällt mir besser als New York ! Die Stadt ist viel grüner, es ist ruhiger und “europäischer” als NY.

Wir sind dann auch in ein Restaurant gegangen, und weil die lokale Spezialität Lobster ist, habe ich mir natürlich so ein ding bestellt :D Es war sehr lecker, und die Cola-Flatrate war auch sehr erfrischend.

Zurück zum Auto, wir haben noch viel vor ! Aber was klebt denn da an der Scheibe ? Mist, ein Knollen wegen “Residents Only Parking” … und das noch an einem Sonntag, wo alle anderen Plätze frei sind :’( $40 Dürfen wir den Behörden in den nächsten 21 Tage zahlen…

Die letzten zwei Programmpunkte des Tages vor der Abfahrt waren eine Besichtigung des MITs und natürlich die Uni Harvard. Einer der Franzosen hat über Facebook einen anderen Franzosen ausfindig gemacht, der sein Studium dort absolviert, und er hat mit uns einen kleinen Rundgang gemacht. Erstaunlicherweise war für ein Sonntag in der Uni relativ viel los. Der Franzose erklärte uns, dass viele am Wochenende arbeiten, um Praktika oder Projekte rechtzeitig abzuschließen. Die Einrichtungen sind beeindruckend, man sieht wohin das ganze Geld der Studenten und der Regierung hinfließt. Die NASA finanziert dort auch mehrere Projekte ! Schön ist der Campus allerdings nicht. Die Gebäude sind sehr futuristisch, und haben demnach nichts mit denen der Uni Princeton zu tun.

Nach der Besichtigung ging es dann Richtung Harvard - 5 Meilen nördlich von Cambrigde. Der Campus ist viel kleiner, als wir uns vorgestellt haben. Die Gebäude sind alle ähnlich, und es ist noch lang nicht so beeindruckend wie Princeton. Es wurde langsam dunkel, wir sind noch in einen Harvard-Shop gegangen, wo alle Sorten von Harvard-Klamotten angeboten werde. Sogar Polos und Tommy Hilfinger Hemden gibt es dort, und die Preise sind relativ hoch. Für Eltern von Harvard Studenten gibt es 15% Rabatt :D Bei $40 000 pro Jahr kann man sich sowas natürlich leisten.

Wir mussten uns dann langsam auf den Weg machen, es war schon 18h00 und wir mussten wieder über Newark zurück fahren, um die zwei Franzosen an den Bahnhof von Newark zu bringen.

Die Fahrt war dank GPS und Tempomat entspannt, und nach einer Tank- und Fast-food Pause ging es dann wieder auf die Highway durch den Bronx. Wie man in dem Straßenlabirynth ohne GPS sein Weg finden soll ist mir heute noch ein Rätsel. Sogar mit dem Navi habe wir zwei Ausfahrten verpasst :D . Auf der Autobahn stehen hin und wieder Abschleppwagen in der Nothaltespur, es gibt wohl öfters Pannen als bei uns. Ein highlight der Fahrt war definitiv das hier, zum Glück hatte ich meine Kamera griffbereit:

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Das beste ist die Hupe :D Gegen 1h30 haben wir endlich den Siemens Parkplatz erreicht, und jeder ist erschöpft nach Hause gefahren. Schnell ab ins Bett, Montag früh müssen wir bei Siemens auf der Matte stehen. Viele andere Bilder gibt’s wie immer in der Gallerie !

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