Die erste Arbeitswoche

Siemens zahlt für jeden neuen Praktikanten 13 Nächte im Holiday Inn, inklusive Frühstück. Deswegen bleiben auch viele so lange wie möglich obwohl sie bereits eine Wohnung gefunden haben, denn zugegeben, es ist schon sehr angenehm, sich bedienen zu lassen und sich täglich in ein frisch gemachtes Bett zu legen. Weil man sich öfters am Frühstück über den Weg läuft, lernt man den Einen oder den Anderen kennen, und jetzt besteht unsere kleine Gruppe aus zwei deutschen, drei franzosen, einem Vietamesen und einem Schweizer, der allerdings bei den Japanern von NEC in der Nähe von SCR sein Praktikum absolviert.

Florentin, Adrien, Mickael, Morgane, Hahn, Michael und meine Wenigkeit waren am selben Tag noch in Princeton essen, und gehen seitdem auch öfters zusammen einkaufen und teilen uns die Autos. Englisch ist die einzige Sprache, die jeder versteht, und deswegen wird auch englisch gesprochen, wenn alle mal zusammen sind. Der Vietnamese wohnt allerdings in Deutschland, und der Schweizer ist des französischen mächtig, weil er in Lausanne studiert - oft wird also deutsch und französisch geplaudert :D

Bis Montag konnten wir machen, was wir wollten, denn Montag war Feiertag. Dienstag um 9 Uhr ging es dann los. Nach dem Fühstück haben wir uns alle vor dem Hotel getroffen, haben uns in Autos aufgeteilt und sind losgezogen. Das Hotel ist nur 2.5 Meilen von SCR entfernt, man fährt ungefähr 5 Minuten. Wir kommen vor dem weißen Gebäude an und gehen ganz neugierig rein. Jeder bekommt einen Visitor-Ausweis, und dann mussten wir erstmal kräftig Papiere ausfüllen. Dann wurden wir in Gruppen aufgeteilt, die dann später an verschiedenen Projektpartien arbeiten werden.

Ich bin mit Adrien in einer Gruppe, und ein junger ex-intern, der jetzt hier fest angestellt ist, erklärt uns allen rasch worum es bei dem Projekt geht, aber keiner versteht wirklich etwas. Wir bekommen unsere Arbeitsplätze und Benutzerkonten wurden bereits eingerichtet. Die ganze Abteilung in der wir sind (Automation & Control) ist auf zwei Stockwerken verteilt, und fast alle arbeiten in “Cubicles”. Da es keine bessere deutsche Übersetzung als “abgetrennte Räume” gibt, hier habt Ihr zwei Bilder:

Es laufen überall Deutsche, Inder, Chinesen, Franzosen und Schweizer rum. Unser Chef sagte sogar, dass mehr als 60 Länder bei SCR vertreten sind (von 255 Weltweit, oder so). Wir haben noch keine wirklichen Aufgaben bekommen, das kommt erst in den nächsten Wochen. Wir haben die Woche versucht, uns einzulesen, und uns mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Coole Sache bei SCR: Café und Getränke sind kostenlos ! Es stehen dort 3 Soda Automaten rum, die zwar wie alle anderen Automaten aussehen, aber die kein Geld verlangen. Es gibt Cola und ungefähr 15 andere Getränke. Kaffee und Tee werden auch angeboten.

Bei SCR hat es keine Kantine, allerdings wird hin und wieder mal Essen von Meetings kostenlos angeboten, und man kann auch sein eigenes Essen morgens mitbringen und in einen Kühlschrank stellen. Mit einer der Mikrowellen kann man dann sein Essen aufwärmen und anschließend in dem Multi Purpose Room genießen. Fotografieren ist bei SCR nur bedingt erlaubt, oder eher toleriert… Mal sehen, ob ich später noch andere Bilder schießen kann. Deswegen erzähl ich jetzt von meiner Wohnungssuche :)

Ich hatte schon von Frankreich aus versucht, irgend eine WG zu finden. Meine Suche war nur halbwegs erfolgreich, da ich zwar Etwas gefunden hatte, aber es war sehr teuer. Ich habe mir die Wohnung mit Flo dennoch angeschaut, und ich hätte sie auch genommen wenn ich nichts anderes gefunden hätte. Ich hatte ja noch ein paar bezahlte Tage im Hotel. Am ersten Tag habe wir eine Liste bekommen, auf der viele Siemens-Angestellte ein Zimmer zu vermieten hatten. Ich habe auf gut Glück den ersten angeschrieben und ich habe eine Zusage per Mail bekommen, dass das Zimmer noch frei ist. Ich habe mir das Zimmer angeschaut, es ist super und sehr billig (im vergleich zu den meisten) und … der Vermieter ist Deutscher und ist Abteilungsleiter von A&C bei Siemens ! Ich bin heute am späten Nachmittag eingezogen, und im nächsten Artikel gibts Bilder vom Haus und vom Zimmer. Ausserdem waren wir mal auf dem Campus von der Princeton University und habe kräftig Fotografiert… also dran bleiben !

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