Am Strand im Oktober ? Na sicher !

October 11th, 2007
Wir hatten schon vor zwei Wochen vorgehabt, mal an den Strand zu fahren. Leider wurde einmal wegen des schlechten Wetters abgesagt, und das andere mal durch das chronische “kein Bock” Syndrom. Am nächsten Wochenende waren wir bei Six Flags, und schließlich hatte es geklappt: Samstag Mittag sind wir nach dem obligatorischen Frühstück bei McDonald’s nach Belmar gefahren.

Die Küste ist etwa 50 Meilen von Princeton entfernt, was ungefähr einer Stunde Fahrt entspricht. Mit zwei Autos sind wir losgefahren, der Weg führt an Six Flags vorbei, allerdings konnte man wegen des Waldes den Kingda Ka nicht von der Straße aus sehen :D Das Wetter ist sehr gut, es ist schön warm und die Fahrt entspannt (wie immer mit Tempomat - kann man sowas nachträglich auf einen uralten Golf 3 einbauen lassen ? :D ).

Die ganze Küste ist ein einziges Strandgebiet, und es ist erstaunlich viel los für die Saison. Ohne Problem finden wir ein Parkplatz direkt am Ufer, und wir springen in unsere Badehosen. Die Wellen sind relativ hoch, es sind sogar ein paar Surfer da. Das Wasser ist kälter als geplant, aber nach einer kurzen aufwärmphase (bzw Abkühlung) ist es recht angenehm. Wir planschen lange rum, machen Sandkugelschlachten und liegen einfach nur faul in der Sonne rum - das nenn ich mal Auslandserfahrung ! :D

Nach zwei oder drei Stunden am Strand sind wir nochmal kurz durch Belmar gefahren, und wir haben neben einer mobilen Brücke ein italienisches Eis gegessen. War sehr gut, und echt preiswert. Anschließend haben wir uns auf den Heimweg gemacht, am selben Abend war eine Runde Biertrinken bei Hanh angesagt. Zurück in Plainsboro sind wir noch schnell beim Liquor Shop vorbei gegangen, wo ich - O Wunder - ein Six Pack Paulaner Hefe-Weizen gefunden habe. Das musste ich einfach kaufen, auch wenn das importierte Bier 3 mal teurer ist, als das einheimische Bier Wasser Bud oder Miller light.

Hanh wohnt in Kingston, direkt gegenüber Michael. Seine zwei Mitbewohner, Mustapha und Karim sind super nett, und haben sich gefreut, dass wir mit 5 Mann dort breit gemacht haben. Bis 2 Uhr morgens ging es dann, Morgane durfte anschließend Alle nach Hause fahren (Merci Morgane :D), und am nächsten Tag hatten wir die Besichtigung der Freiheitsstatue geplant. Bleibt also dran :D

Bilder gibt’s wie immer in der Bildergallerie !


Neue T-Shirts und Blog Update

October 9th, 2007
Nur eine kurze Meldung, um das Update der “About Me” Seite bekannt zu geben. Erwartet nichts aussergewöhnliches, das Bild kennt Ihr schon und der Rest kommt zum Großteil von meinem StudiVZ Profil.

Ansonsten habe ich zwei neue T-Shirts:
Das erste kennt Ihr wahrscheinlich schon von den Six Flags Bildern. Ich kaufe mir normalerweise auch keine teuren Touristenshirts, aber bei dem Kingda Ka habe ich eine Außnahme gemacht. Ausserdem war der Preis für die Verhältnisse in Ordnung: $11 ! Die Qualität ist gut, und es sieht gut aus :D

Das zweite Shirt habe ich durch Zufall dank Florentin gefunden, der sich auf http://jinx.com/ selber ein Shirt bestellen wollte. So sieht’s aus:

Für die Jenigen, die mit dem Satz nichts anfangen können gibt es nur ein Stichwort: Monty Python ! Immer noch keine Ahnung ? Hier geht’s zum Kultsketch der britischen Truppe: youtube.com. Flo hat übringens ein Shirt von den Knights who say Ni ! :D


Wenn die Schwerkraft Pause macht (Teil 2)

October 7th, 2007
Die anderen Achterbahnen waren zum Teil sehr gut bis genial ! Nitro und El Toro sind sogar Rekordachterbahnen.

Eine (sehr) ausführliche Beschreibung des Toros findet ihr unter dieser Adresse: coastersandmore.de, es reicht allerdings nur ein Bild, um sich einen ersten Eindruck zu schaffen:

Und hier die obligatorische onboard Camera :

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Die fahrt war unglaublich und die Bahn soll um einiges besser sein als der Colossos im Heidepark. Leider sind wir nur einmal gefahren, aber es ging dann auch schon weiter Richtung Nitro. Dort hat uns eine Stunde Schlange stehen erwartet, aber es hat sich gelohnt:

Der Park ist sehr sauber, das Essen relativ teuer, aber es hält sich in Grenzen. Wir fahren mindestens einmal mit jeder Achterbahn, und gegen halb sechs gab es eine Delphinshow. Die Geschichte war zwar für Kinder, aber wir fanden es trotzdem sehr gut und lustig. Vor Allem, als das eine kleine Kind von einem Delphin klitsch nass gemacht wurde :D

Nach dem Show wollten die meisten nach Hause, vor allem die beiden Franzosen aus New York mussten ihren Zug erwischen. Ausserdem sind die beiden um fünf Uhr morgens aufgestanden. Wir teilen die Autos und die Fahrer auf, und am Ende bleiben Mickael, Adrien und meine Wenigkeit im Freizeitpark.

Es ist bereits Dunkel, wir fahren noch mit zwei Achterbahnen, für die sich das Warten Absolut gelohnt hat: Superman und Batman. Bei Superman liegt man in den Sitzen parallel zum Boden, und man hat bei der Fahrt den Eindruck, dass man fliegt. Wie der echte Superman, halt.

Bei Batman, ein inverted Rollercoaster, hat man durch die Dunkelheit nichts mehr sehen können, und darum war die Fahrt um so intensiver.

Es war schon nach acht Uhr als wir uns schließlich entschlossen haben, nach Hause zu fahren. Nach einer ahnungslosen (und planlosen) Irrfahrt durch das Nichts zwischen Jackson und New Brunswick, haben wir endlich unseren Weg zurück gefunden. Ein einsamer McDonald’s hat uns von der Straße gelockt, und danach sind wir zurück nach Princeton gefahren. Das waren ganze 10 Stunden, die wir im Park verbracht haben … wenigstens haben wir unser Eintrittsgeld voll ausgenutzt :)


Wenn die Schwerkraft Pause macht

October 3rd, 2007
Letzten Samstag war es endlich soweit. Nachdem ich 12 andere Praktikanten überzeugen konnte, trafen wir uns früh um halb neun auf dem Siemens Parkplatz. Alle waren pünktlich, darunter auch die zwei, die extra aus New York angereist sind. Die Schweizer haben bei SCR noch schnell ihr Ticket ausgedruckt, und schon ging es mit drei vollen Autos los in Richtung Jackson, NJ. Was es da gibt ? Der “Great Adventure Park”, einer der 31 Freizeitparks der Six Flags Kette. In New Jersey betreibt Six Flags die höchste und schnellste Achterbahn der Welt, und genau aus diesem Grund wollte ich dort hin !

Die Rekordachterbahn heißt “Kingda Ka”, und beschleunigt die Züge mit einem hydraulischen Beschleunigungssystem von 0 auf 206 km/h in 3,5 Sekunden. Dabei werden die Fahrgäste mit einer Beschleunigung von 2 g in die Sitze gedrückt. Am Ende der Beschleunigungsstrecke fährt die Bahn senkrecht auf eine maximale Höhe von 138 m, wo sie über die Kuppe des „Top-Hat“ genannten Elements fährt. Die 127,4 m hohe, senkrechte Abfahrt ist mit einer 270°-Drehung um die Herzlinie verbunden. Am Fuß der Abfahrt wirken die größten Kräfte von bis zu 4,5 g auf die Mitfahrer. Es folgt noch ein 39,1 m hoher Airtime-Hügel, auf dem die Passagiere sich für kurze Zeit schwerelos fühlen, bevor sie durch Wirbelstrombremsen abgebremst werden und durch eine 180 Grad Kurve zurück in die Station fahren.

Die Fahrt dauert ungefähr 28 Sekunden, und die Wartezeiten in der Schlange können bei Hochsaison bis zu 6 Stunden erreichen, da viele Menschen aus der ganzen Welt anreisen, nur um diese Achterbahn zu fahren. Jetzt nun genug Vorgeschmack, so sieht das Teil aus:

Ein paar interessante Fakten über den Kingda Ka:

- Kingda Ka ist 46 m höher als die Freiheitsstatue inklusive Sockel
- An der Spitze des Hügels erfahren die Mitfahrer negative G-Kräfte
- Bei Regen fährt die Bahn aufgrund der Geschwindigkeit nicht.
- 48 hydraulischen Motoren, Spitzenleistung von 7.400 PS
- Teile des Seilzuges werden mit Wasser gekühlt
- Kingda Ka ist doppelt so hoch wie die zweithöchste Achterbahn im Park.

Das alles hatte ich mir vor dem Organisieren des Ausfluges genau durchgelesen, und habe mir dann gedacht, dass man diese Rekordachterbahn auf jeden Fall mal wagen sollte. Ausserdem kann man sowas gut auf seinen Lebenslauf schreiben, vielleicht macht es bei einem Vorstellungsgespräch einen guten Eindruck :D Auf dem Bild sieht man schön, wie riesig die Konstruktion ist !

Mit viel Mut, Spannung und Wechselunterwäsche erreichten wir nach einer halben Stunde Fahrt den Park, das Wetter ist unbeschreiblich schön und schon aus der Ferne sah man das grünliche Gerüst des Kingda Kas über den Wald herausragen. Diese erschreckende Ansicht wurde noch schlimmer, als wir vom Parkplatz aus den Lärm hörten, den das Monster beim Beschleunigen während der Testdurchläufe machte. Naja, jetzt ist es zu spät, um umzudrehen.

Unser Ticket war schon ausgedruckt, wir mussten keine Schlange stehen. Um zehn macht der Park offiziell auf, und obwohl wir schon durch die Kasse gegangen sind (wo man wie im Flughafen durch ein Metalldetektor gehen muss), haben Wächter einen Hauptdurchgang bis 10 Uhr abgesperrt. Als die Spur frei wurde, rannten alle Leute wie verrückt los, Richtung Kingda Ka - wir natürlich hinter her, allerdings nur im strammen Schritt-Tempo.

Je nähter wie an das Stahlmonstrum kamen, desto schneller wurde das Herzklopfen. Es hatte sich bereits eine kleine Schlange geformt, die auf einen der zwei Züge der Bahn wartete. Beim Warten konnte man die ganze Fahrt beobachten, und schon fuhr der erste vollgeladene Zug vor Florentin und mir los. Erst ganz langsam, Richtung Startbahn, vergleichbar wie ein Düsenjet auf einem Flugzeugträger. Dann bleibt der wagen stehen, und man weiß nur eins: jeden Augeblick kann es losgehen. Tatsächlich, es geht auch schon los. Der erste Zug schießt in einem lauten Zischen los, und beschleunigt bis zum geht nicht mehr. Vor einer Sekunde stand er noch, jetzt ist er bereits mit 203 km/h unterwegs und rast die 90 grad steilen Gleisen hoch.

“Komisch”, sagte ich mir, “es schreit ja keiner”. Der Zug kommt oben an, bleibt fast stehen, aber rollt anschließend auf der anderen Seite die ganze Strecke wieder runter. Jetzt schreien alle :D “Aha, wusste ich’s doch !”, dachte ich. Es geht noch mal heftig hoch, und dann wieder runter, wo auch schon die Wirbelstrombremsen ihre Arbeit machen. Fertig ist die Reise, das waren ganze 28 Sekunden. Der Zug kommt in die Station zurück, und wir sind als nächstes dran. “Warum alle Fahrgäste wohl weinen ?” fragte ich mich. Keine Zeit zum überlegen, ich setze mich in die zweite Reihe, die allerdings ein wenig höher als die erste ist, und ich demnach die Gleisen sehr gut sehen konnte. Ausserdem sind Flo und ich (1.97 und 1.94 Meter) nicht gerade die kleinsten. Man schnallt sich an, der Security Typ überprüft die Gurte und … los geht’s !

Der Zug fährt langsam los, das unendlich hohe Gerüst des Stahlmonsters erscheint direkt vor uns und die Bremsen werden angezogen, der Zug bleibt stehen. Das Herzklopfen rast inzwischen. Es wird auf einmal sehr still, und die paar Sekunden kommen einem wie Stunden vor - und man stellt sich diese ganz triviale Frage: “Was mache ich eigentlich hier ?”

*Nächsten Abschnitt bitte so schnell wie möglich lesen*
Es zischt, mein Körper wird so fest wie noch nie in den Sitz gedrückt. Der Wind bläßt so stark, dass man nichts mehr hört, bis auf das laute Rollen auf den Schienen. Ich versuche zu atmen, aber es geht nicht - deswegen hat auch keiner geschriehen. Das Beschleunigen nimmt kein Ende, man muss die Augen zudrücken. Der Zug erreicht die Auffahrt, die einen mit 2.5-fachem Körpergewicht nach untern drückt. In null komma nichts ist die Spitze erreicht - leider ist keine Zeit um die Sicht zu bewundern - und wir rollen in einer Höllengeschwindigkeit die spiralenförmige Strecke wieder runter. Man bekommt kaum was mit, schon ist man unten angekommen und man rast den letzten Hügel hoch. Wieder wird der Druck sehr stark, und endlich wird der Wagen vor der letzten Kurve schnell abgebremst. Es geht zurück zur Station, wo ungeduldige Schlangensteher einen mit einem breiten Grinsen anschauen. Ich habe Tränen von den Augen bis zu den Ohren, und ich zittere immernoch ein wenig. Ich hatte es geschafft :D
*Bitte wieder auf normale Lesegeschwindigkeit umschalten, danke*

Hier ein kleiner Videofilm, der den Kingda Ka von allen Seiten zeigt, auch wenn das Erlebnis nicht wirklich originaltreu rüber kommt:

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Wir gehen aus der Station raus, machen noch schnell ein Bild der Anderen, die noch in der Schlange stehen, und stellen uns sofort wieder hinten an - ja, sowas muss man zwei Mal erleben ! :D
Wir sitzen wieder in der zweiten Reihe, und dieses Mal haben wir uns vorgenommen, die ganze Fahrt zu Filmen. Gesagt, getan, alles passiert nochmal wie oben (bitte nochmal lesen !), aber wir haben alles gefilmt, wie man es von Youtube kennt:

Leider war das Filmen strengstens untersagt, beim Ausgang hat uns ein Security Typ zur Seite gebeten, und uns mit einer Warnung gehen lassen - normalerweise fliegt man deswegen aus dem Park, ohne sein Eintrittsgeld zurück zu bekommen. Er war aber nett, und meinte, dass jemand anders uns gnadenlos rausgeschmissen hätte. Was ein Glück, dass wir auf ihn gestoßen sind !

Glücklich wie ein Kind ging ich dann zum Rest der Gruppe, und wir haben den Rest des Freizeitparks besichtigt. Mehr dazu beim nächsten Mal :)

Hier noch ein paar Links zum Kingda Ka (Bilder und technische Details)
http://www.answers.com
http://amusementpics.com
http://rcdb.com

Eigene Bilder gibt es natürlich wie immer in der Bildergallerie !


Neuer MP3 Player

October 1st, 2007
Ich habe mir einen neuen MP3 Player geschenkt, man gönnt sich ja sonst nichts ! Wir dürfen in der Firma Musik hören, aber nur über einen externen Player… Musik Dateien werden grundsätzlich von den Computern gelöscht. Außerdem hat mein alter MP3 Player einen Wackelkontakt, und wenn ich schon mal in den USA bin, will ich auch von den niedrigeren Preisen profitieren können. wie auch immer, ich wollte sowas wie ein Ipod Shuffle haben, aber ohne gezwungen zu sein, das obligatorische Itunes zu benuzten. Nach ein paar Recherchen im Internet habe ich den Iriver S10 gefunden, und ich war gleich begeistert. Hier ist der Testbericht, der mich überzeugt hat:

Bestellt, eine Woche später per UPS bekommen, und … super ! :D Das Teil ist echt so winzig, dass man es leicht in seiner Tasche verlieren könnte. Einziger Nachteil: Die Batterie hält nicht so lange, wie erhofft. Aber das ist nur halb so schlimm, per USB ist der Player recht fix wieder aufgeladen. Die mitgelieferten Kopfhörer sind nicht die besten, aber ich habe mir vor zwei Monaten ein paar richtig gute sog. “in-ear” Kopfhörer gekauft. Die Billigen benutze ich in der Siemens Sporthalle, zu der es übrigens bald mal ein Artikel geben wird.

Iriver S10

Und wenn ich schon dabei bin, meine neuen Errungenschaften zu zeigen: Ich habe vor 10 Tagen von den Vermietern einen 22″ Bildschirm geliehen bekommen. Es ist zwar kein LCD Bildschirm und wiegt über 20kg, aber wenigstens muss ich nicht mehr angestrengt in den winzigen Bildschirm meines Laptops starren.

Der nächste Kauf wird voraussichtlich ein GPS Gerät sein, da man sich hier sehr schnell verlieren kann. Die Strassenschilder sind eher schüchtern, und wenn mal eins erscheint ist man oft schon an der Kreuzung vorbei ! Außerdem kann ich das Gerät entweder wieder verkaufen, oder in Europa benutzen.