The Athens of America

October 31st, 2007

Soo, wir sind zurück aus Boston ! Es war echt super, auch wenn es ein paar Schwierigkeiten gab. Samstag früh um sieben klingelt der Wecker, um halb acht hatten wir uns auf dem Siemens Parkplatz verabredet. Ein Blick durch das Fenster verrät, dass es draußen wie sau Schüttet. Na super, das ist ja mal ein Traumwetter, um die 266 Meilen (=425 Km) nach Boston zu fahren.

Den Abend zuvor hatte ich noch drei Musik CDs für die Fahrt gebrannt, und die Adressen in mein neues GPS-Gerät gespeichert. Alle waren pünktlich da, und es konnte losgehen. Florentin, Adrien, Mickael, Morgane, Marian und meine Wenigkeit haben uns also in zwei Autos aufgeteilt (meins (das schönste :D ) und das von Mickael). Geplant war, dass wir gegem 8h30 die zwei restlichen Franzosen aus New York am Bahnhof in Newark abholen sollten. Dank GPS haben wir sie relativ zügig gefunden, und dann ging es auf die Highway. Tempolimit: 65 mph, also ungefähr 104 km/h, und das auf einer drei bis vierspurigen Autobahn (dessen Zustand übringens genauso schlimm ist, wie der der deutschen Autobahnen - relativ beschissen :D )

Nach einer halben Stunde Fahrt stehen wir im Stau, die Autobahn ist bisschen weiter geschlossen. Es regnet immer mehr und wir fahren im Schritttempo bis zur nächsten Ausfahrt. Dank GPS haben wir eine Parallelstraße verfolgt, die allerdings sehr voll war. Nach einer unendlichen Fahrt durch die Pampa sind wir schließlich zurück auf die Autobahn gefahren, auf der es später wieder einen riesen Stau gab. Es wird immer später, und das Wetter wird nicht besser, und wir haben Hunger. Man beschäftigt sich wie man kann, handyspielen, schlafen oder plaudern und wir halten natürlich an einem der zahlreichen Fastfoods entlang der Autobahn an. Das durstige Auto braucht auch nochmal Sprit, und wie fahren weiter. Der Stau geht auch weiter, und dauert und dauert.

Ursprünglich sollte die Reise nur vier Stunden dauern, aber wir kamen nach zehn (!) Stunden Fahrt Abends in Boston an. Es regnet immernoch und wir sind müde. Ich weiß gar nicht, wie wir das alles ohne GPS gefunden hätten - wahrscheinlich gar nicht. Der kauf hat sich schon drei Mal gelohnt. Drei mussten nun zur Jugendherberge, zwei Andere mussten nach Somerville zu einer Bekannten und Flo und ich mussten nach Cambridge, um zu übernachten. Großartig viel konnten wir deswegen Abends nicht mehr unternehmen. Wir sind dennoch Abends in die Stadt gelaufen, die “Red Socks” aus Boston hatten ein sehr wichtiges Base-Ball Spiel, das wir uns teilweise in einem Pub angeschaut haben. Gleichzeitig waren überall Halloween-partys organisiert, und deswegen liefen ganz viele verkleidete Studenten durch die Stadt.

Wir sind dann nicht allzu spät zurück zur Wohnung gegangen, wir waren erschöpft und hatten und für den nächsten Morgen schon um neun Uhr verabredet, um die Stadt zu besichtigen, und die verlorene Zeit aufzuholen. Geschlafen haben Flo und ich in Cambrigde, in der Wohnung eines Kumpels, der im MIT sein Studium vollendet. Er war selber nicht da, genau diese Woche ist er zurück nach Frankreich geflogen. Sein Bruder und seine Freundin waren da, und einer der Mitbewohner. Die Wohnung ist sehr studentisch (man lese: unordentlich :D ), aber der Mitbewohner war sehr nett, er hat uns ein Bier angeboten und wir haben uns mindestens noch eine Stunde lang mit ihm unterhalten. Er ist übringens auch beim MIT, da könnte man glatt neidisch werden.

Boston. 9 Uhr Morgens, die Sonne brennt. Die Frisur hält. Es ging dann nach einem Frühstück bei Dunkin Donuts in die Stadt. Das Wetter ist fabelhalft, auch wenn es schon recht kühl ist. Sonntags sind die meisten Parkplätze kostenlos, und man findet auch relativ leicht einen Platz. Wir beginnnen unsere Tour in einem netten Park, der dann in die Innenstadt führte.

Der “Freedom Trail” ist eine rote Linie, die Touristen durch die ganze Stadt führt. Die Idee ist super, man braucht keinen Führer und man kann sich im eigenen Tempo die Stadt anschauen. Der erste Eindruck ist auf jeden Fall sehr gut, es gefällt mir besser als New York ! Die Stadt ist viel grüner, es ist ruhiger und “europäischer” als NY.

Wir sind dann auch in ein Restaurant gegangen, und weil die lokale Spezialität Lobster ist, habe ich mir natürlich so ein ding bestellt :D Es war sehr lecker, und die Cola-Flatrate war auch sehr erfrischend.

Zurück zum Auto, wir haben noch viel vor ! Aber was klebt denn da an der Scheibe ? Mist, ein Knollen wegen “Residents Only Parking” … und das noch an einem Sonntag, wo alle anderen Plätze frei sind :’( $40 Dürfen wir den Behörden in den nächsten 21 Tage zahlen…

Die letzten zwei Programmpunkte des Tages vor der Abfahrt waren eine Besichtigung des MITs und natürlich die Uni Harvard. Einer der Franzosen hat über Facebook einen anderen Franzosen ausfindig gemacht, der sein Studium dort absolviert, und er hat mit uns einen kleinen Rundgang gemacht. Erstaunlicherweise war für ein Sonntag in der Uni relativ viel los. Der Franzose erklärte uns, dass viele am Wochenende arbeiten, um Praktika oder Projekte rechtzeitig abzuschließen. Die Einrichtungen sind beeindruckend, man sieht wohin das ganze Geld der Studenten und der Regierung hinfließt. Die NASA finanziert dort auch mehrere Projekte ! Schön ist der Campus allerdings nicht. Die Gebäude sind sehr futuristisch, und haben demnach nichts mit denen der Uni Princeton zu tun.

Nach der Besichtigung ging es dann Richtung Harvard - 5 Meilen nördlich von Cambrigde. Der Campus ist viel kleiner, als wir uns vorgestellt haben. Die Gebäude sind alle ähnlich, und es ist noch lang nicht so beeindruckend wie Princeton. Es wurde langsam dunkel, wir sind noch in einen Harvard-Shop gegangen, wo alle Sorten von Harvard-Klamotten angeboten werde. Sogar Polos und Tommy Hilfinger Hemden gibt es dort, und die Preise sind relativ hoch. Für Eltern von Harvard Studenten gibt es 15% Rabatt :D Bei $40 000 pro Jahr kann man sich sowas natürlich leisten.

Wir mussten uns dann langsam auf den Weg machen, es war schon 18h00 und wir mussten wieder über Newark zurück fahren, um die zwei Franzosen an den Bahnhof von Newark zu bringen.

Die Fahrt war dank GPS und Tempomat entspannt, und nach einer Tank- und Fast-food Pause ging es dann wieder auf die Highway durch den Bronx. Wie man in dem Straßenlabirynth ohne GPS sein Weg finden soll ist mir heute noch ein Rätsel. Sogar mit dem Navi habe wir zwei Ausfahrten verpasst :D . Auf der Autobahn stehen hin und wieder Abschleppwagen in der Nothaltespur, es gibt wohl öfters Pannen als bei uns. Ein highlight der Fahrt war definitiv das hier, zum Glück hatte ich meine Kamera griffbereit:

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Das beste ist die Hupe :D Gegen 1h30 haben wir endlich den Siemens Parkplatz erreicht, und jeder ist erschöpft nach Hause gefahren. Schnell ab ins Bett, Montag früh müssen wir bei Siemens auf der Matte stehen. Viele andere Bilder gibt’s wie immer in der Gallerie !


Off Topic

October 27th, 2007
Soo, wieder mal bin ich auf etwas Sehenswertes gestoßen, die Idee ist genial :D

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Ansonsten fahren wir morgen nach Boston, ich habe mein GPS heute Nachmittag bekommen - was ein Timing ! - und es funktzionniert einwandfrei ! Für die, die es interessiert, auf das Bild klicken.

Bis denne !


Letztes Wochenende

October 25th, 2007
Am Freitag Abend sind wir zu Luc und Christopher gegangen, um ein paar Bierchen zu trinken und dabei faul rumhängen. Luc ist auch Praktikant bei SCR, allerdings in einer ganz anderen Abteilung. Er studiert in Lausanne (CH) Informatik zusammen mit Christopher, der selber halb Deutscher, halb Ami und halb Franzose ist. Er spricht alle 3 Sprachen nahezu perfekt und akzentfrei, da könnte man glatt neidisch werden. Durch zufall wohnen die beiden in einer riesen Wohnung (so 60qm würd ich mal tippen) ganz in der Nähe von meiner Wohnung. Man kann also zu Fuß hingehen, was hier in den USA eher ungewöhnlich ist.

Wir waren vorher noch schnell im Liquor store und ich habe mir eine 6-Packung importierten Paulaner Weißbier gegönnt, und mit der schwarzen Tüte in der Hand bin ich dann zur WG gewandert. Ein bisschen ungeuheuerlich war es schon, denn die Straßen sind hier kaum beleuchtet, und am Wald entlang geht, hat man immer den Eindruck, beobachtet zu sein. Die Eichhörnchen, wahrscheinlich.

Die Abend war sehr lustig, die Franzosen und Flo waren natürlich dabei, und Michael (der Schweizer aus NEC, der mit Chris dort arbeitet) und Marian, ein deutscher SCR intern. Um fünf waren dann die meisten müde, und wir sind dann gegangen. Am nächsten Tag wollte ich eigentlich zur Arbeit gehen, aber daraus wurde nichts, wie Ihr euch sicherlich denken könnt.

Samstag habe ich gefaulenzt, Abends nach dem üblichen McDonald’s kam noch schnell der Michael vorbei. Am Sonntag dann gab es ein Konzert in der Univeristy. Eine Woche zuvor hatte ich eine Email von einer chinesischen (?) Mitarbeiterin von SCR bekommen, die Karten für das Princeton Pro Musica Konzert zu einem fast geschenkten Preis verkaufte. Sie singt selber mit, und dadurch ist sie auch zu den guten Preisen gekommen. Auf dem Programm stand:

Joseph Haydn, Te Deum in C
L.v. Beethoven Symphony No. 1
W.A. Mozart, Requiem, K. 626 completed by Robert D. Levin

Ohne zu zögern hatte ich bein Lesen der letzten Zeile ein bestätigungsmail geschickt, auch wenn meiner Meinung nach die Originalversion von Süssmayr besser ist, als die von Levin. Allerdings ist der “neue” 9. Satz “Amen” sehr schön, und das Orchester hat eine sehr schöne Interpretation geliefert, und vor allem wurde es schnell genug gespielt. Nur von den zwei Sopran Sängerinnen war ich nur mäßig beeindruckt. Zum Glück macht nicht die Sopranstimme das Stück so genial. Das Te Deum war wir zu erwarten sehr schön, und mein Lieblingssatz der 1. Symphonie von Beethoven war echt klasse. Besonders mutig fand ich die Fagottspilerin, die auf einem roten Fagott spielte :D .

Das Konzert ging von 16h bis 18h15, das ganze fand in der Alexander Hall statt, die University eigene Konzerthalle ! Ich hatte einen sehr guten Platz, am Balkon in der ersten Reihe. Nur für die Beine war es einwenig eng, aber durch die 15 Minuten Pause ging es einigermaßen. Anfang Dezember gibt es das nächste Konzert des Princeton Pro Musica, dieses mal wird das Messiah aufgeführt. Natürich werde ich auch wieder dabei sein :) Bilder habe ich leider Keine, dafür gibt es ein Bild von der Offiziellen Internetseite des Orchesters.

Für die Fahrt nach Boston habe ich mir kurzfristig ein GPS Navigationssystem bestellt, hoffentlich kommt es noch vor Samstag an. Die Wettervorhersage sagt Regen an, und Sonntag soll es wieder Sonne geben. Hoffentlich wird es nicht allzu schlimm. Naja, abwarten und Tee trinken !


Neues aus Princeton

October 24th, 2007
Long time no see, müsste ich ja jetzt schreiben. Seit einiger Zeit kein Artikel mehr, aber das hat auch einen guten Grund: Ich bin faul :D Auf der anderen Seite gab es nicht großartig viel zu erzählen. Wir waren mal wieder in NY und wollten die Freiheitsstatue anschauen, aber an dem Sonntag hatten so viele Menschen das gleiche wir wir vor, und wir hätten viel zu lange anstehen müssen, um die Schifffahrt-Tickets (cooles Wort mit 3 F :D ) zu kaufen.

Wir sind also relativ lange durch die Stadt gewandert, und haben uns dann entschlossen, eine der berühmten Busfahrten für Touristen zu machen. Allerdings waren die Preise um Times Square herum sowas von teuer ($37), dass wir uns dann überlegt haben, auf das Empire State Building zu gehen (und das sind auch immerhin ganze $18 wert, aber was soll’s !)

Am Fuß des Buildings fuhr gerade eine laute und bunte Parade vorbei - Miss Polonia of irgendeiner church. Was die Kirche nicht alles zahlt, um auf sich Aufmerksam zu machen… aber die meisten Ami’s fallen darauf sowieso rein - ja, denn jesus loves you ! - aber zugegeben würde ich bei der hübschen Miss Polonia sogar zur Kirche gehen :D

Nach der Parade wollten wir endlich auf das riesen Building, und hätten es auch fast getan, wären wir nicht auf eine Billige Busfahrt Reklame gestoßen ! Für ganze $21 pro Nase waren wir für zwei Stunden fahrt durch ganz Downtown dabei. Die Fahrt war lustig und ab un zu gab es Erklärungen zu den verschiedenen Gebäuden und Straßen. Vom Central Park zum Battery Park haben wir also alles mal von der Straße aus gesehen - besonders beeindruckend waren die Ampeln, die zum greifen nah über dem Cabrio-Bus hingen.

In NY gibt es nur wenige Fast-foods, die Refill (= Getränke-Flatrate :D ) abieten. Sowas sollte mal in Europa eingeführt werden, bis jetzt habe ich es nur einmal in der Nähe von Stuttgart erlebt. Und wenn ich schon mal von Fast-food rede: wir haben uns vorgenommen - bzw ich habe den Anderen vorgeschlagen -, dass wir ein Fast-food-Marathon machen. Wir werden versuchen, in allen möglichen Fast-food Ketten zu essen, und bei jeder Mahlzeit wird ein Bild gemacht. Bis jetzt haben wir schon McDonald’s, Burger King, Wendys, Whitecastle, Subway, KFC, Pizza Hut hinter uns. Und nein, ich habe kein Gramm zugenommen !

Wie geht das ? Ganz einfach. Bei Siemens gibt es im Keller eine Sporthalle, und in einem Nebenraum eine Tischtennisplatte. Dort gehen wir täglich nach der Arbeit hin, wir haben uns mit Adrien sogar neue Schläger gekauft. Neue Schuhe hab ich mir auch geschenkt, denn ich wurde in einer Volleyball Mannschaft aufgenommen, in der Princeton Day School. Zum Glück sind im Team nur englischsprachige (einer sogar aus Ungarn, und der andere aus Brasilien !).

Soo, dieses Wochenende geht’s nach Boston ! Hoffentlich wird das Wetter angehem, es ist letztens sehr schnell kalt geworden, und heute gab es zum ersten mal Regen…


Off Topic

October 16th, 2007
Ich bin auf diese optische Täuschung gestoßen, und wenn man rausgefunden hat, wie es funktionniert, ist es einfach nur genial :D

If you see the dancer rotating clockwise, you are right-brained (and thus more creative) If you see counter-clockwise, you are left-brained (and more logical).


(Auf das Bild klicken)

Na, wer kann beides sehen ? :D